Weiße Rose für OB Till

Bei der Verpflichtung von Herrn Till zu seiner zweiten Amtszeit als Oberbürgermeister war Herr Regierungspräsident Johannes Schmalzl anwesend, der ihm eine weiße Rose als Geschenk überreichte. Die Lokalpresse NWZ berichtete darüber nicht. Was hat es mit dieser Rose auf sich? Folgend der Auszug aus der Rede von Herr Schmalzl: “Als Geschenk zum Start in die neue Amtszeit habe ich zunächst Ihnen, lieber Herr Oberbürgermeister Till, eine weiße Rose mitgebracht. Sie ist aus Filz, verblüht also nicht. Sie ist ein Unikat und kommt aus Forchtenberg in Hohenlohe, mit dem Verkauf dieser Rosen wird die Erinnerungsarbeit an die Familie Scholl unterstützt. Dort in Forchtenberg wurde Sophie Scholl geboren – im Rathaus, ihr Vater war dort Bürgermeister bzw. Schultheiss, wie das früher hieß. Er wurde übrigens nach seiner ersten Amtszeit nicht wiedergewählt. Die Rose ist ein Dankeschön für Ihren Einsatz für unsere Demokratie und sie mag Sie leiten zu den richtigen Entscheidungen, wenn Göppingen wieder einmal von Rechten heimgesucht wird. Lassen Sie uns alle gemeinsam dafür kämpfen, dass Rechtsextremisten niemals wieder in Deutschland eine Chance haben, lassen Sie uns gemeinsam gerade die jungen Menschen stark und immun machen gegen derer immer noch verführerische Ideologie. Das ist und bleibt auch eine Daueraufgabe in den nächsten acht Jahren.”

Quelle: GEPPO, Mitteilungsblatt

Anmerkung der AGG: Ist das “gemeinsam dafür kämpfen” ein Wink mit dem Zaunpfahl an das Bündnis Kreis Göppingen Nazifrei? Das Bündnis wird nun zum eingetragenen Verein und die Mitglieder müssen eine sogenannte Erklärung unterschreiben, die wie eine interne Extremistenklausel funktioniert. Gegen diese Klausel wehrt sich selbst die Evangelische Kirche in Deutschland, siehe z.B. hier.

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