Knapp 50 Menschen besuchten die Kundgebung der Antifaschistischen Gruppe Göppingen am heutigen Samstag. Zahlreiche Flugblätter wurden verteilt und am Veranstaltungstisch nahmen sich Passantinnen und Passanten weiteres Informationsmaterial mit. Darunter war auch der frisch erschienene Jahresbericht für 2012.
Anlass für die Kundgebung war der Übergriff von Neonazis auf die Versammlung des Bündnisses Kreis Göppingen Nazifrei am 2. März. Dabei wurden zwei Personen vor den Augen der Polizei verletzt. Dies stellt ein Höhepunkt des aggressiven Auftretens der Nazis im Kreis dar. Deshalb war die Kundgebung umso erfolgreicher, weil sich keiner der Neofaschisten blicken ließ.
In einer Rede der Antifaschistischen Gruppe Göppingens wurde darauf hingewiesen, dass Bedrohungen und Gewalttätigkeiten seitens der Neofaschisten in Göppingen nicht
neu sind. Dies ist die Folge der jahrelangen Verharmlosung durch Verantwortliche in Politik, Verwaltung, Polizei und Justiz. “Solch ein Verhalten trägt doch mit dazu bei,
dass die Nazis meinen, sie können hier tun und lassen was sie wollen” meint Johannes Schultes, Sprecher der Gruppe.
Mit sechs Nazidemos letzten Jahres ist Göppingen unter den “traurigen Top Ten” in ganz Deutschland und somit wohl doch – entgegen der Aussage von Oberbürgermeiser Till
– ein Wohlfühlort für Nazis. Die Gruppe ruft die Göppinger dazu auf, aktiv gegen die faschistischen Umtriebe zu werden. Nur wenn entschieden gehandelt wird, bleibt die Stadt kein Wohlfühlort für Nazis mehr.
Antifaschistische Gruppe Göppingen, am 23.3.2013
Weitere Infos siehe hier:
Redebeitrag
Jahresbericht 2012
Flyer zum 2. März
Infos über Nazis im Kreis Göppingen

