Am 9.11. fand eine städtische Veranstaltung zur Erinnerung an die Reichspogromnacht am Platz der ehemaligen Synagoge statt. Diese musste unter Polizeischutz durchgeführt werden. Trotzdem klingelte während einer Rede in einem nahen Gebüsch ein versteckter Wecker. Der Bürgermeister Till wurde vom jüdischen Holocaustüberlebenden Raphael Mizrahi in seinem Beitrag wegen fehlender finanzieller Unterstützung für ein mögliches Gedenkzentrum im Lauchheimer Haus kritisiert. Herr Till verschwand im Gegensatz zu den letzten Jahren dann auch schnell und ohne Händeschütteln. Armselig ist, dass die Presse darüber nicht berichtete. Gerade wenn eine Stadt wie Göppingen Probleme mit rechten Strukturen und einer gewaltbereiten, organisierten rechten Szene hat, muss umso mehr zum Thema Faschismus gerade auch seitens der Medien sensibilisiert werden. Später jagten ein halbes Dutzend Neonazis aus dem Umfeld der “Autonomen Nationalisten Göppingen” drei junge Menschen quer durch die Stadt.
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