Das erste AntifaCafé feierte Premiere im Haus der Jugend. In offener und freundschaftlicher Atmosphäre wurde ein interessanter Ausblick auf die Strukturen mit rechten Inhalten im Landkreis Göppingen gegeben. Zwei unserer Referenten hielten einen zwar kurzen aber umfassenden Vortrag mit passenden Bildern auf Leinwand. Dabei wurden rechte Inhalte aus der Mitte als auch die Aktivitäten der explizit faschistischen Organisationen beleuchtet. Sie streiften die Aktivitäten der fundamentalistischen Christen, der “Reichsbürgerbewegung“, des Südtiroler Separatisten Hülscher (Stadtrat in GP) und der rechtspopulistischen AfD. Genauer wurde jedoch auf die explizit rechtsextremistischen Organisationen eingegangen wie die der türkischen Faschisten, der NPD und den Autonomen Nationalisten (AN) im Landkreis Göppingen. Klar wurde hierbei, dass die AN GP dabei das größte Problem vor Ort darstellen. Erläutert wurde wie die AN versuchen, ihr Revier z.B. mit Aufklebern und Transparenten zu markieren. Innerhalb ihres Reviers dann bevorzugen sie es sich direkter, gewalttätiger Konfrontation mit dem politischen Gegner.
Fragen aus dem Publikum führten dann auch zu einer Einschätzung, warum der Neonazikader Daniel Reusch aus Göppingen Landesvorsitzender der neofaschistischen Partei “Die Rechte” wurde. Damit haben sich die AN ein legales Standbein verschafft. Die 16 Hausdurchsuchungen und 3 Festnahmen im Kreis Ende Februar im Rahmen der Ermittlung wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung der AN bestätigten unsere Einschätzung in unserem Jahresbericht 2013.
Auch der zunehmende Einfluss rechtslastiger, christlicher Fundamentalisten kam aus dem Publikum zur Sprache. Dabei wurde auch auf die homophoben Demos in Stuttgart hingewiesen. Friedlich und gechillt ging die Veranstaltung zu Ende. Manch einer der Besucher konnte die eine oder andere (neue) Information nach Hause nehmen oder trug sich gleich in unseren Newsletter ein, um über weitere Veranstaltungen und Aktionen informiert zu werden. Auch der Infostand wurde rege besucht und vor Allem das Jahresprogramm des AntifaCafés, die gedruckten Jahresberichte und unsere tollen Aufkleber gingen weg wie heiße Semmeln.
Vielen Dank an alle BesucherInnen! Wir sehen uns wieder am 7.5. zum nächsten AntifaCafé. Dann mit dem Thema “Rechtspopulismus am Beispiel der Afd” mit Janka Kluge, Landesprecherin der VVN-BdA.

