Umgang mit Nazidemos im Südwesten

Antifa CafeDie Antifaschistische Gruppe Göppingen lädt Interessierte für Mittwoch, 3. September 2014, zum Vortrag „Unterschiedlicher Umgang mit Nazidemos in Südwestdeutschland“ ins örtliche Jugendhaus in der Dürer Straße 21 ein. Beginn ist um 19.30 Uhr. Es referiert Thomas Trüten vom Bündnis für Versammlungsfreiheit.

Der Vortrag soll zeigen, wie verschiedene Städte und Behörden mit Nazidemonstrationen umgehen. Der Referent versucht, Unterschiede bei den Auflagen zu beleuchten, und berichtet über Einschätzung und Reaktionen des Bündnisses für Versammlungsfreiheit auf die letzten Nazidemonstrationen in Göppingen.

Weitere Themen sind der aktuelle Stand der Klagen gegen die Polizeikessel und die kommenden juristischen Repressionen. Viele Verfahren wurden gegen Zahlung von Geldauflagen eingestellt,  andere GegendemonstrantInnen wurden verurteilt. Der Referent gibt Einschätzungen, welches Verhalten beim Protest gerechtfertigt sein kann und welches zu Ärger mit den Beamten führt.

Thomas Trüten will auch erläutern, unter welchen Bedingungen Nazis erfolgreich an einem Aufmarsch gehindert werden. Welche Rollen spielen antifaschistische Gruppen, Bürgermeister und lokale Polizei, Stadtverwaltung, Lokalpolitiker, Gewerkschaften oder bürgerliche Gruppen?

Zur Verdeutlichung dienen Beispiele aus Städten, in denen Bürgermeister ihre Bürgerinnen und Bürger aufforderten, gegen eine drohende Nazidemo zu demonstrieren, und sich dabei symbolisch an die Spitze der Proteste stellten. Dabei kam es zu zivilem Ungehorsam der Nazigegner, und es war sogar regelrecht erwünscht, die Demonstrationsroute der Nazis zu besetzten. Die lokalen Behörden duldeten dieses Vorgehen, wie zum Beispiel am 25. Mai 2013 in Karlsruhe. Worin liegen also die Unterschiede?

Eine offene Gesprächsrunde schließt sich an den Vortrag an.

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