IS raus aus Kurdistan!

Knapp 150 Menschen folgten kurzfristig dem Aufruf diverser Organisationen und kamen heute Abend vor dem Rathaus in Göppingen zusammen. Sie demonstrierten aus Solidarität mit den Einwohnern von Kobane in Nordsyrien. Die Stadt im kurdischen Rojava ist von Streitkräften der religiös-faschistoiden IS (“Islamischer Staat”) seit nun fast vier Wochen belagert. In den letzten Tagen hat sich der Kessel zusammgezogen und der IS steht schon in einigen Viertel. Es droht ein Massaker. Noch werden die Angriffe des IS von den kurdischen Einheiten zurückgeschlagen. Verschiedene Redner kritisierten dabei nicht nur die Rolle der türkischen sondern auch die der deutschen Regierung.

Kobane ist Teil des fortschrittlichen Projektes Rojava, in welchem gleichberechtigt nicht nur Frauen und Männer, sondern auch verschiedene Religionen und Nationalitäten zusammen leben und noch bis vor kurzem den blutigen Bürgerkrieg in Syrien aus ihrer Region raushalten konnten. So kamen auch in Göppingen viele Menschen verschiedenster Hintergründe wie Aleviten, Aramäer, Assyrer, Türken, Kurden und Deutsche in solidarischer Verbundenheit zusammen.

Um Kobane zu helfen, muss dringend ein Korridor zur Stadt geschaffen werden, damit die Verteidigung dort verstärkt werden kann bzw. Verwundete und Flüchtlinge raus können aus der Stadt. Das lässt die Türkei derzeit nicht zu, hockt in Kobane doch einer ihrer erklärten Erzfeinde: Die kurdische Arbeiterpartei PKK.

Unsere Grußworte an der Kundgebung:

“Wir ziehen unseren Hut und verneigen uns vor der sozialen Leistung der Menschen in Rojava. Solidarität ist eine Waffe! Deshalb reichen wir den sich verteidigenden Menschen in Kobane unsere Hand. Kampf dem Faschismus in jedem Land!”

Hoch die internationale Solidarität!

Weitere Infos:

Einen nicht zu langen aber doch gut umfassenden Text zum Thema sowie aktuelle Infos findest du beim OTKM.

Vormerken! Solidaritäts-Demo in Stuttgart am Samstag, 1.11. um 16 Uhr, Hauptbahnhof.

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