Veranstaltungshinweis: Die Geschichte der Zwangsarbeit in Geislingen beginnt, wie andernorts auch, im ersten Jahr des 2. Weltkrieges. Zunächst waren es Kriegsgefangene, die hier in insgesamt neun kleinen Lagerunterkünften untergebracht wurden und in den hiesigen Betrieben arbeiten mussten.
Im Laufe des Kriegsjahres 1944 erreichte die Zwangsarbeit eine neue Qualität, als an der Heidenheimer Straße im Seebach ein Barackenlager des KZ- Natzweiler-Struthof errichtet wurde, in dem ab Juli 1944 insgesamt 700 ungarische Jüdinnen untergebracht wurden.21
Die Frauen im Alter von 15-45 Jahren wurden unter unmenschlichen Bedingungen in der Kriegsproduktion der WMF eingesetzt und schließlich, als die Front im März 1945 näher rückte, nach Dachau abtransportiert. Der Zug wurde bei Augsburg gestoppt und die Frauen befreit. Neben der Geislinger Lagergeschichte wird in dem Vortrag auf die Lebenssituation der Zwangsarbeiter, dem Häftlingsalltag und auch den Begegnungen eingegangen.
Der Vortrag findet anlässlich des 27 Januars, dem Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus statt.
“Es schwinden, es fallen die leidenden Menschen.” Zur Geschichte der Zwangsarbeit und des KZ-Außenlagers Geislingen an der Steige 1940-1945
Sonntag, den 25. Januar 2015 um 17 Uhr im Jüdischen Museum in der Alten Kirche Jebenhausen
Vortrag mit Hartmut Gruber, Stadtarchivar, Geislingen a. d. Steige
Quelle: Stolpersteine Initiative Göppingen e.V.
Mehr Infos hier: Kleine Dokumentation zur Geschichte der Zwangsarbeit und des KZ-Außenlagers Geislingen an der Steige, Forschungsstand Januar 2001


