100 Jahre Völkermord

ESU_2015In Göppingen findet vor dem Rathaus am 18. April um 13 Uhr eine Demonstration zum Gedenken an 100 Jahre Völkermord an den Suryoye statt. Die Suryoye sind Aramäer, Assyrer oder Chaldäer also orientalische Christen, die zusammen mit den Armeniern und Pontosgriechen von dem Genozid im damaligen Osmanischen Reich (der heutigen Türkei) millionenfach betroffen waren. Die Demo wird von der European Syriac Union (ESU) organisiert.

Ausstellung

Zusätzlich gibt es eine Ausstellung zum Thema, welche bei jedem Wetter vom 15. bis 18. von 11 bis 20 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Göppinger Rathaus aufgebaut ist. Diese Ausstellung und das Gespräch mit dem Standpersonal vor Ort ist eine sehr gute Gelegenheit, um sich zu informieren.

Die Forderungen der ESU sind:

  • Anerkennung des Völkermordes als solchen durch das mitschuldige Deutschland
  • Druck von Deutschland auf die Türkei, damit auch diese den Genozid anerkennt
  • Errichtung eines Denkmals in Göppingen zu Erinnerung an den Völkermord

2015-04-20_01Deutschlands Rolle?

Die ESU ist Teil des Göppinger Solidaritätsbündnis für Rojava, welche die Ausstellung als auch die Demo unterstützt. Am Montag den 20. April um 19 Uhr organisiert dieses Solibündnis eine Buchvorstellung in der Stadthalle in Göppingen über die Beihilfe Deutschlands zum Völkermord. Eingeladen wurde der Autor Jürgen Gottschlich (Infos zum Buch bzw. Autor hier). Armenier, Aramäer, Kurden, Türken und Deutsche, laden gemeinsam zur Diskussion ein. Alle waren am Völkermord beteiligt, entweder als Täter oder als Opfer. Durch diese Veranstaltung will das Bündnis versuchen nicht nur symbolisch sondern auch praktisch das rassistische Konzept der Herrschenden zur Teilung der Unterdrückten aufzuheben. Download dir den Flyer oder das Plakat in Schwarzweiß.


Internationalistischer Block!

Wir als Antifaschistische Gruppe Göppingen sind ein aktiver Teil von diesem Solibündnis, welches wiederum zu einem fortschrittlichen und internationalistischen Block auf der Demo aufruft. Wir wollen diese gerechte Sache nicht allein den trauernden Christen oder rechten bzw. rückschrittlichen Kräften überlassen. Deshalb unterstützen auch wir diese Demo durch den gemeinsamen


BÜNDNISAUFRUF:

Demo 100 Jahre Völkermord

18. April, 13 Uhr vor dem Rathaus in Göppingen

Wir rufen zu einem internationalen Block auf der Demo anlässlich des Völkermords an den Suryoye und Armenier vor 100 Jahren auf. Wir verurteilen diesen grausamen Akt aufs Schärfste und wollen erreichen, dass heute der Genozid als solcher von Deutschland und der Türkei anerkannt wird.

Wir wollen zusammen kämpfen für eine Welt in der es keine Massaker und Vertreibungen mehr gibt. Rojava in Nordsyrien hat es vorgemacht: Eine andere Welt ist möglich. Wo früher die Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit gespalten wurden, stehen sie heute solidarisch zusammen beim Aufbau einer besseren Gesellschaft.

Doch das demokratische Projekt ist bedroht durch die Mörderbanden des faschistischen IS, die von westlichen imperialistischen Mächten, unterstützt wurden und teilweise noch werden. Die KämpferInnen von Kobane haben jedoch mit ihrem heldenhaften Widerstand ein Fanal gesetzt. Den Islamisten ist es trotz Panzern, Artillerie und der Unterstützung der Türkei nicht gelungen die Stadt zu nehmen.

Lasst uns gemeinsam kämpfen:

  • Für die Anerkennung des Völkermords durch Deutschland und die Türkei!
  • Für eine Welt, in der es keinen Platz für Völkermorde und Kriege gibt!
  • Für ein besseres Leben für alle!

Es lebe der proletarische Internationalismus!

Göppinger Solidaritätsbündnis für Rojava, Kontakt: soli_kobane_gp@gmx.de

PS. Wir treffen uns und laufen hinter dem Transparent “Solidarität mit Kobane”

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Termine abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.