Am 18. April demonstrierten in Göppingen etwa 700 Menschen zum Gedenken und für die Anerkennung des Völkermordes durch Deutschland und die Türkei. Im Osmanischen Reich wurden vor 100 Jahren Millionen Armenier, Suryoye und Pontosgriechen ermordet. Als Antifaschistische Gruppe Göppingen legten wir Wert darauf, dass dieses Gedenken und die notwendigen politischen Forderungen nicht allein den rein christlich Motivierten, Islamhassern oder den Rechten überlassen wird. So folgten wir dem Aufruf des Göppinger Solidaritätsbündnis für Rojava und waren Teil des internationalen und fortschrittlichen Blocks auf der Demo. Der Block fiel durch ein eigenes Transparent “Solidarität mit Kobane” auf sowie diversen Fahnen. Für gute Stimmung innerhalb der Demo als auch für Aufklärung der PassantInnen durch wenige klare und erklärende Sätze sorgte durchgehend die potente Anlage des Bündnisses.
Die seither erfolgreiche Zusammenarbeit in diesem Bündnis wurde dadurch belohnt, dass die letzte und somit wichtigste Rede durch einen Sprecher des Bündnisses erfolgte. Das Bündnis nannte nationalistisches Gedankengut als Hauptgrund für den Völkermord und prangerte die damalige Beihilfe und Verstrickung Deutschlands an. Nach einem Marathon an Reden von fast 1,5 Stunden Länge gelang es dem Bündnissprecher nochmals die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer zu erlangen und bekam vielfachen Zwischenapplaus. Mit Sprechchören “Hoch lebe die internationale Solidarität!” wurde die Rede lautstark quittiert.
Hier kann die Rede samt den Forderungen runtergeladen werden.


