Kundgebung »Donnerstag 21. 1. »18 Uhr
Marktplatz, vor dem Rathaus in Göppingen
Seit Monaten findet in den kurdischen Gebieten der Türkei ein Krieg gegen die Zivilbevölkerung statt. Im April 2015 hatte die türkische Regierung die Friedens-verhandlungen mit den Kurden aufgekündigt. Statt nach einer politischen und friedlichen Lösung zu suchen, setzt die AKP Regierung unter Präsident Erdogan auf Gewalt und Krieg. Seither ist der Staatsterror bitterer und tödlicher Alltag der Menschen in Nordkurdistan.
Zahlreiche kurdische Städte werden von türkischem Militär und Polizei belagert, türkische Beamte und Lehrer wurden aus diesen Gebieten abgezogen, die Wasser-, Strom- und Telefonleitungen sind gekappt, Nahrungsmittelversorgung wird knapp, Ausgangssperren sind verhängt, Panzer und Artillerie werden zum Beschuss eingesetzt, ganze Stadtteile liegen in Schutt und Asche, nicht verfolgbare paramilitärische Einheiten morden willkürlich, Scharfschützen erschiessen wahllos Menschen, Tote bleiben auf der Straße liegen oder müssen in Tiefkühltruhen aufbewahrt werden. Nicht einmal eine würdevolle Beerdigung der Toten ist erlaubt. Dieser Krieg der Türkei gegen die eigene Bevölkerung hat schon über 1000 Todesopfer gefordert. Es dürfen nicht mehr werden!
Deshalb fordern wir:
- Sofortige Aufhebung des Ausnahmezustandes und der Belagerung
- Sofortige Einstellung der Gewalthandlungen gegenüber der Bevölkerung
- Wiederherstellung der Infrastruktur und Nahrungsmittelversorgung
- Aufnahme von Friedensverhandlungen mit der kurdischen Seite
- die Bundesregierung muss entsprechend Druck ausüben
- keine Milliarden wegen des Flüchtlingsdeals und keinerlei Militärhilfen an die Türkei solange diese den Krieg gegen das kurdische Volk weiterführt
- Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf!
Es ruft auf das Göppinger Solidaritätsbündnis für Rojava. Komm zur Kundgebung!

