Selbstverständnis

Antifalogo-gpexpDie Antifaschistische Gruppe Göppingen ist ein Zusammenschluss von Menschen verschiedener Altersgruppen aus dem ganzen Landkreis Göppingen, die gegen Faschismus und rechte Strukturen aktiv sind. Wir sind Arbeiter, Rentner, Azubis, Studenten, Schüler und Arbeitslose.

Wir sehen uns selbst in der Tradition vieler Antifaschisten, die vor uns da waren. In den 20er Jahren verhinderten Göppinger Arbeiter mit der “Schlacht am Walfischkeller” einer der ersten Versuche der NSDAP in Baden-Württemberg aufzutrumpfen. In den 1930er Jahren trat die “Antifaschistische Aktion Hohenstaufen”, für eine Aktionseinheit gegen Hitler ein. In der “VVN-BdA” organisierten sich nach Kriegsende 1945 die Verfolgten der Nazi-Diktatur und verlangten Aufklärung und die Verfolgung der Schuldigen aus dem Nationalsozialismus. In den 70er Jahren trat das “Antifaschistische Komitee” an, die lokalen Altnazis in Göppingen zu entlarven und vor dem neu aufkommenden Neonazismus zu warnen. Ende der 80er und bis Mitte der 90 Jahre bekämpfte die “Autonomen Antifa Göppingen” neofaschistische Skinhheads vom “Staufersturm” und der “Aktion Sauberes Deutschland”. Tausende Göppinger blockierten 1998 eine Nazidemo und verhinderten somit als erste bundesweit eine Demo der NPD zum Wahlkampf. Mit Demos, Kundgebungen und Flugblättern versuchten Neonazis der JN in Göppingen und Geislingen Anhänger zu gewinnen. Dagegen reagierte das Bündnis “Anfang” kulminierend in Protesten gegen eine Nazidemo in 2006. 2012 gründeten wir uns als “Antifaschistische Gruppe Göppingen” und hatten in den ersten Jahren vor Allem mit der Bekämpfung der “Autonomen Nationalisten” zu tun.

Für uns gilt es dabei sowohl die Rückzugsräume der Rechten aufzudecken als auch dem offenen Auftreten der Neofaschisten im Landkreis direkt entgegenzutreten. Wir sind mit vielen guten Argumenten gegen Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Sexismus aktiv. Daher bekämpfen wir rechte Inhalte nicht nur bei Neonazis, sondern auch gerade dort wo sie am gefährlichsten werden können: In der Mitte der Gesellschaft. Wir haben Perspektiven einer fortschrittlichen Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung.

Wir leisten eine kontinuierliche Arbeit unter antifaschistischen und emanzipatorischen Vorzeichen. Anstatt auf Polizei, Gerichte oder Politiker zu vertrauen, setzen wir auf individuelles und kollektives Engagement. Im solidarischen und respektvollen Miteinander kann und soll sich eine breite und aktive Mehrheit gegen Rechts und deren rückschrittliche Inhalte bilden. Maßstab für die Zusammenarbeit mit Anderen – seien es Einzelpersonen oder Organisationen – ist dabei für uns stets das aktive Handeln. Wir verlangen und üben uns selbst in einer ehrlichen und transparenten Interaktion auf Augenhöhe.

Wenn Du eine diese Motivationen oder Ziele mit uns teilst, laden wir Dich ein bei uns mitzumachen. Komm zu unseren Offenen Treffen, kontaktiere uns per E-Mail, auf Facebook oder sprich uns bei unseren Veranstaltungen direkt und einfach an. Werde aktiv!